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In Merkendorf hat der Krautanbau
schon seit dem 18. Jahrhundert Tradition. Pfarrer K. Stark schreibt
in seiner "Chronik der Ortschaften im Bezirksprengel
Gunzenhausen", dass die Bewohner Merkendorfs und Umgebung
durch den wachsenden Krautbau zu ziemlichem Wohlstand gekommen
seien, wobei der Ausbau der Verkehrswege durch die Eisenbahn
im 19. Jahrhundert sicherlich eine Rolle spielte. Die Krauternte
dauerte von Ende September bis Mitte November, und an manchen
Tagen wurden am Bahnhof von Triesdorf bis zu viertausend
Zentner verladen, die ihren Weg in die fernen Sauerkrautfabriken
nahmen. Aber auch in den bäuerlichen Haushalten wurden durchschnittlich
drei bis fünf Zentner eingemacht. Für diese Arbeiten bestellte
man eigens einen Krautschneider. Bei der Uraufführung des Heimatstücks 1951 wurde erstmals auch eine Krautkönigin gewählt. Mehr über die Krautgeschichte erfahren Sie in dem Buch „Merkendorfer Kraut – in Vergangenheit und Gegenwart“, Herausgegeben von der Stadt Merkendorf im Jahre 2008 Autor: Wilhelm Koch. Dieses Buch erhalten Sie im Rathaus zum Preis von 10 €.
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